Luzern60plus: „Auch alte Liebe kann rosten“

Luzern60plus berichtet in einem (leider) nicht datierten Beitrag eines – mit mir nicht verwandten – Namensvetters über Scheidungen im Alter („Auch alte Liebe kann rosten“, von Beat Bühlmann).

Innert 20 Jahren habe sich die Zahl der Scheidungen im fortgesetzten Alter in der Schweiz fast ver­dop­pelt, von 2800 auf 5200. Scheidungen nach der Silberhochzeit seien gemäss der deutschen Diplompsychologin Marina Schmitt «heute stark verbreitet». Experten würden von einem «zweiten Scheidungsgipfel» reden.

In zwei Dritteln aller Fälle sei es die Frau, welche die Initiative zur Trennung ergreife. In Japan, wo sich die Probleme der alternden Gesellschaft vor allen anderen Ländern zeigen würden, hätten sich die Scheidungen im Alter innert zwei Jahrzehnten vervierfacht. Männer seien häufig konflikt­scheu und gingen den Problemen aus dem Weg. Wenn dann die Frau plötzlich die Koffer packe, würden sie aus allen Wolken fallen.

Die «narzisstische Kränkung» der späten Scheidung mache ältere Männer besonders verletzlich gegenüber den Risiken des Alters, was sich gemäss Insa Fooken, Professorin für Psychologie an der Universität Siegen «in Form einer erhöhten Suizidalität, sozialer Isolation, emotionaler Ver­ar­mung und massiven Sucht­verhaltens» zeige.